"Wacker"-AH im Kuseler Musikantenland unterwegs

Wildpark, Schnaps un Hoorische

Einer Anregung des stellvertretenden Geschäftsführers des Sportbundes Pfalz Thomas Schramm folgend, waren die Weidenthaler „Alten Herren“ einmal im Kuseler Musikantenland unterwegs. Bei sonnigem Herbstwetter mit winterlichen Temperaturen war der Wildpark auf dem Potzberg das erste Ziel eines erlebnisreichen Tages. Der 562 m hohe Berg im Nordpfälzer Bergland überragt das mittlere Glantal und wird auch „König des Westrichs“ genannt. Vom Aussichtsturm aus hat man eine überragende Fernsicht ins Kuseler Musikantenland bis hin zur Sickinger Höhe.


Wildpark auf dem Potzberg - Auch ein Elch freut sich über Zärtlichkeiten

Eine große Attraktion stellt der Wildpark auf dem Gipfelplateau dar. Bei einer schönen Rundwanderung zeigten sich viele Wildtiere den „Alten Herren“ aus der Nähe. Elche und Rentiere aus dem Norden Europas gehören da ebenso dazu, wie Steinböcke und Gämsen aus dem Alpenraum. Natürlich kommen auch die heimischen Wildtiere, wie Hirsche und Rehe oder Wildschweine nicht zu kurz. Nicht nur bei Kindern steht der Streichelzoo an erster Stelle. Besonders interessant sind auch die regelmäßigen Flugschauen mit den mehr als 70 Greifvögeln.


Immer einen Ausflug wert - Der Wildpark auf dem Potzberg

Am Nachmittag wurden dann bei der Obstbrennerei Ulrich in Langenbach insgesamt zwölf Schnäpse und Liköre verkostet und für gut befunden. Die sehr gute und reichliche Hausmacher Vesper war dabei als feste Unterlage dringend notwendig. Walter Ulrich sieht die Obstbrennerei gemeinsam mit seiner Schwiegertochter mehr als Hobby an, wenngleich das Angebot wirklich riesig ist. Der Familienbetrieb lebt aber in erster Linie von der Landwirtschaft.


Stimmung bei der Schnapsprobe - Seniorchef Walter Ulrich
(Bildmitte sitzend) sorgt dafür

Der Seniorchef führte in unnachahmlicher Art und Weise durch die fast vierstündige Probe. Seine Witze und lustigen Anekdoten im Stile von Heinz Becker sorgten dabei für eine selbst in AH-Kreisen kaum gekannte Stimmung. Ein Knaller folgte auf den nächsten und auch die verschiedenen Trinksprüche hatten es in sich. „Tut deine Frau aus dem Moor dir winken, dann wink zurück und lass sie sinken“, so oder so ähnlich waren die nicht ganz ernst gemeinten Ratschläge des humorvollen Gastgebers. Musikalische Unterstützung hatte der „Künstler“ durch AH-Musikus Reinhard Milloth. Wahrlich ein Nachmittag, wie man ihn so schnell nicht vergessen wird.

Bestens gelaunt folgte dann am Abend der Abschluss dieser sehr gelungenen Fahrt bei einem urigen „Hoorische-Esse“ in den historischen Gemäuern der Matzenbacher Mühle. Hoorische, gefild mid ogebrodener Lewwerworscht un Schpecksoß, dodezu Beereschnidse. Dieser kulinarische Genuss in der vor mehr als 300 Jahren gebauten alten Ölmühle war so richtig das gelungene Ende eines tollen Tages.

Weidenthal, den 20.11.2007

Herbert Laubscher