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Beim FC “Wacker” tun
sich Baustellen auf Gut besuchte
Mitgliederversammlung Von insgesamt 276 fanden immerhin 38
interessierte Vereinsmitglieder den Weg
ins Sportheim des Weidenthaler Fußballclubs zur
diesjährigen Generalversammlung. Was sie zu hören bekamen waren nicht nur
erfreuliche Zustandsbeschreibungen im Vereinsleben. In seinem Geschäftsbericht berichtete 1.
Vorsitzender Heinz Binz ausführlich von Erfolgen und Missständen. Durch die
Neuverpachtung des Sportheims waren und sind noch umfangreiche Investitionen zu
tätigen, die im vergangenen Geschäftsjahr keine Sondertilgungen bei den
Kreditaufnahmen möglich machten. Die Liquidität des Vereins ist ausreichend,
der “Wacker” steht finanziell auf einer gesunden Basis. Ermöglicht wurde dies in der Vergangenheit in
der Hauptsache durch überregional bekannte Veranstaltungen, wie das Knutfest und tollen Multivisions-Shows, wie beispielsweise
durch Rüdiger Nehberg im vergangenen Herbst. Der Vorsitzende würdigte in diesem
Zusammenhang die hohe Einsatzbereitschaft und Mithilfe von vielen Mitgliedern
und auch Nichtmitgliedern bei den zahlreichen Veranstaltungen und
Arbeitseinsätzen des Vereins. Im sportlichen Teil seines Berichts ging
Heinz Binz auf Höhen und Tiefen bei den verschiedenen “Wacker”-Teams ein. So
steht man bei der 1. Mannschaft erstmals seit der Wiedergründung des
Fußballclubs 1946 an einem Wendepunkt. Nach einer enttäuschend verlaufenden
Saison haben nach Ende der Spielrunde 7 Spieler den Verein verlassen. Ein
immenser personeller Verlust, dem keine Neuzugänge entgegenstehen. Die
Vorstandschaft und der restliche noch vorhandene Spielerkader haben es sich
nicht leicht gemacht und nach konstruktiven Gesprächen letztendlich festgelegt,
dass man mit derzeit gerade mal 14 Spielern in die neue Saison gehen wird.
Unterstützung erhofft man sich noch aus den Reihen der “Alten Herren”. Ziel ist
es, diese schwierige Zeit zu überbrücken, bis junge Leute aus der neu
gebildeten A-Jugend in den Aktivenbereich aufrücken.
Trainer Germund Pfeifer und der verbliebenen
Rumpfmannschaft ist die Schwierigkeit ihrer Aufgabe bewusst, sie haben sich auf
das Ziel Klassenerhalt eingeschworen. Bei den B-Junioren konnte der 1. Vorsitzende
Positiveres verkünden. Die Jugendspielgemeinschaft mit dem ASV Esthal wurde unter den Trainern Ralph Rosenthal und
Wolfgang Jeblick Meister der Kreisliga Neustadt. Ein großer Erfolg, der auch
gebührend gefeiert wurde. Ein Dank des Vorsitzenden ging auch an die
“Alten Herren”, die wieder einmal den Kreispokal gewinnen konnten und ab und an
auch mal Spieler für die Aktivität abstellten. In seinem Kassenbericht konnte
Rechnungsführer Peter Monath nur Erfreuliches berichten. Die Verbindlichkeiten
des Vereins wurden weiter abgebaut. Einen kleinen Wermutstropfen hatte er für
die Mitglieder aber doch noch parat. Der Hauptausschuss des Vereins hat in
seiner letzten Sitzung eine moderate Anhebung der Eintrittsgelder bei den
Heimspielen beschlossen. So zahlen Erwachsende künftig 2,50 € (bisher 2,00 €)
und Jugendliche sowie Rentner 1,50 € (bisher 1,00 €). Damit wird ein
Preisniveau erreicht, dass schon seit geraumer Zeit bei anderen Vereinen und
selbst in der Kreisklasse üblich ist. Die beiden Rechnungsprüfer Wolfgang Jeblick
und Karl Heinz Müller haben die Kasse geprüft und für in Ordnung befunden.
Wolfgang Jeblick attestierte dem Rechnungsführer eine einwandfreie
Kassenführung und sieht den Verein auf einem guten Weg. Auf seinen Antrag hin
wurde der Vorstandschaft von der Versammlung Entlastung erteilt. Anschließend erläuterte Schriftführer Manfred
Kirr die Notwendigkeit einer Satzungsänderung. Um nicht in Gefahr zu kommen die
Gemeinnützigkeit zu verlieren, muss in der Satzung eine Regelung erhalten sein,
wonach entgeltliche Vereinstätigkeiten auf der Grundlage eines Dienstvertrages
oder gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26a EStG ausgeübt
werden. Der erforderlichen Satzungsänderung wurde bei einer Enthaltung
stattgegeben. Im Bericht der Aktivität ergänzte Spielleiter
Ralf Schwindinger die Ausführungen des Vorsitzenden in dessen Geschäftsbericht.
Trotz der misslichen Lage hofft er auf eine uneingeschränkte Unterstützung der
1. Mannschaft durch alle Mitglieder und Fans, damit das schwierige Unterfangen
Klassenerhalt gemeistert werden kann. Zum Situationsbericht der Aktiven stellte
Jugendleiter Ralph Rosenthal seine eigene Sicht der Dinge dar. Er ist der
Auffassung, dass eine Abmeldung der Mannschaft aus dem Spielbetrieb die bessere
und kostengünstigere Lösung für den Verein wäre, steht aber auch voll und ganz
zu der nun getroffenen anderen Entscheidung. In seinem Bericht zur Jugendarbeit sieht er
diese als nach wie vor sehr schwierig an. Weniger Kinder und
Fußballbegeisterte, sowie das Fehlen von Trainern, erschweren die Arbeit mit
den Jugendlichen extrem. Die meisten Jugendlichen spielen in Spielgemeinschaften
mit Nachbarvereinen. Den größten Erfolg erzielte dabei die SG Weidenthal- Esthal mit der Meisterschaft in der Kreisliga Neustadt. Der
Großteil dieses Teams wird künftig als A-Jugend in Weidenthal spielen.
Rosenthal dankte allen Trainern und Betreuern, sowie den Eltern, die sich im
Jugendbereich engagieren. In er kommenden
Saison nehmen folgende Mannschaften mit Weidenthaler Jugendlichen am Spielbetrieb
teil: A-Junioren JSG
Weidenthal/Esthal/Frankeneck/Iggelbach/Elmstein/Neidenfels B-Junioren JSG Neidenfels/Weidenthal/Esthal/Iggelbach D-Junioren JSG
Fischbach/Frankenstein/Weidenthal E-Junioren JSG
Frankenstein/Weidenthal/Fischbach F-Junioren JSG
Frankenstein/Weidenthal/Fischbach G-Junioren JSG
Weidenthal/Frankenstein. Der Bericht der “Jung-AH” wurde von Björn
Schöneberger vorgetragen. Er hob insbesondere Erfolge bei Turnieren hervor,
insbesondere aber den erneuten Gewinn des Kreispokals. In der neuen Runde wird
eine Spielgemeinschaft mit dem ASV Frankenstein angestrebt. Der 2. Vorsitzende verwies abschließend noch
auf zwei anstehende Veranstaltungen. So wird dieses Jahr die Weidenthaler Kerwe
schon mit einer “Vorkerwe” am Donnerstag, 2.
September im Sportheim eröffnet. Da werden die beiden “Dubbeglasbrieder”
Olli und Willi sicher wieder für eine ausgelassene Stimmung sorgen. Und am 1.
Oktober kommen mit der österreichischen Extrembergsteigerin Gerlinde
Kaltenbrunner und Ihrem Mann Ralf Dujmovits,
Deutschlands einziger Bergsteiger der sämtliche 14 Achttausender bestiegen hat,
zwei große Persönlichkeiten des Bergsports mit einem Vortrag nach Weidenthal.
Die beiden sind derzeit im Basislager des K2. Da will Gerlinde Kaltenbrunner in
den nächsten Tagen einen weiteren Anlauf nehmen, den schwierigsten Gipfel unter
den Achttausendern zu erklimmen. Gelingt ihr dies, wäre sie die dritte Frau der
Welt auf den höchsten Bergen der Welt. Wichtigster Punkt der Versammlung war die
Durchführung von Neuwahlen. Heinz Binz erklärte sich bereit nochmals für zwei
Jahre als 1. Vorsitzender zu kandidieren. Danach wird er das Amt nicht mehr
ausüben. Die Suche nach einer Nachfolge geht praktisch schon heute los. Die Neuwahlen brachten ohne Gegenstimmen
folgende Ergebnisse: 1. Vorsitzender Heinz Binz, 2. Vorsitzender Ralf Schwindinger wurde als Spielleiter
Aktivität ebenso einstimmig bestätigt, wie Ralph Rosenthal als Leiter der
Jugendabteilung. Als Platzwart fungiert auch künftig Volker Kampmann, Wolfgang
Rosenthal wird weiter als Hallenwart für die Waldfesthalle des Vereins
zuständig sein. So harmonisch der Verlauf der Versammlung
war, so einhellig die Neuwahlen der Vorstandschaft verliefen, so haben sich
doch mit dem Problemen bei der Aktivität und der Suche nach einem neuen 1.
Vorsitzenden ab 2012 zwei große Baustellen beim FC “Wacker” aufgetan, die zu
bewältigen den neuen Vereinsverantwortlichen sicher noch einige Probleme
bereiten werden. Weidenthal, den 4.7.2010 2. Vorsitzender FCW |
