Rüdiger Nehberg begeistert 300 Besucher in Weidenthal

 

90 Minuten Infotainment  nach Nehberg- Art

 

Mit Rüdiger Nehberg stattete Deutschlands bekanntester Abenteurer der Waldgemeinde Weidenthal einen Besuch ab. Um es vorweg zu nehmen, sein Lichtbildervortrag und insbesondere auch die Art des Vortrages, eben nach typischer Nehberg- Art, begeisterten die 300 anwesenden Besucher aus Nah und Fern.



Familie Fink aus Birkenfeld hatte eine der weitesten Anreisen

 

Mit seinem dreiteiligen Vortrag Abenteuer Urwald zog er die Besucher derart in seinen Bann, dass es fast durchweg mucksmäuschenstill war in der Weidenthaler Sporthalle. Sein Vortrag hob sich wohltuend ab von jeglicher Effekthascherei und hatte neben spaßigen auch sehr ernste Inhalte.

 

Der erste Teil des Lichtbildervortrages handelte von Nehbergs Kampf um die Rechte der Yanomami- Indianer im brasilianischen Urwald.  Die Zuschauer nahmen teil an seinen Erlebnissen, wie der damals, 1982, allein, nur mit einer Badehose, Sandalen und Miniausrüstung und einer Mundharmonika aufbricht zum letzten großen und noch ursprünglich lebenden Indianervolk Südamerikas. Eine Reise die sein Leben verändert. Er wird Augenzeuge einer gigantischen Invasion. 65.000 bewaffneten Goldsuchern stehen 20.000 Indianer gegenüber. Bürgerkrieg im Regenwald. Mit beispiellosen Aktionen versucht er Hilfe für das bedrohte Volk zu erreichen. Aus dem Abenteurer wird ein Aktivist für Menschenrechte.  Seine Atlantiküberquerungen mit aberwitzigen Wasserfahrzeugen sind legendär. Mit seinem 18 Jahre anhaltenden Engagement trägt Rüdiger Nehberg wesentlich dazu bei, dass die Yanomami Ende des letzten Jahrtausends einen akzeptablen Frieden erhalten.
 

Nehberg beim Vortrag über die Yanomami- Indianer
 

 

Zum 68. Geburtstag gönnt er sich noch einmal ein „Nehberg- Special“. Nach einem Training bei den Waiapi- Indianern in Nordbrasilien lässt er sich von einem Hubschrauber ohne jegliche Ausrüstung im brasilianischen Regenwald aussetzen und sucht sich den Heimweg nach Ureinwohner-Art. Im zweiten Teil seines Vortrages fesselte Nehberg die Zuschauer mit beeindruckenden Bildern und einem täglich wechselnden Speiseplan, von Maden aus eigener „Unter der Haut Aufzucht“ bis hin zu allerlei sonstigem kriechenden und schwimmenden Getier. Alles in Allem eine Anregung für Zuschauer, die noch immer Tipps für einen unvergesslichen Urlaub suchen.
 

 
Nehberg im brasilianischen Regenwald
 

Zwei Urwaldgeschichten also. Die dritte Geschichte spielte im Dschungel der Zivilisation, dem Mix aus Politik, Religion und Tradition. Es ist Nehbergs Kampf gegen das Verbrechen der weiblichen Genitalverstümmelung, gemeinsam mit seiner Ehefrau Annette. Nicht nach konventioneller Art à la Politik, sondern in Nehberg- typischer Manier. Gegen den Strom und wider jeglichen Zeitgeist, nämlich mit dem Islam als Partner. Und inzwischen mit sensationellem Erfolg. Den größten Bürgerkrieg aller Zeiten gegen Frauen nennt Rüdiger Nehberg die Barbarei der weiblichen Genitalverstümmelung.


 

Noch immer erduldet alle elf Sekunden, oder 8.000 Mal am Tag, ein Mädchen irgendwo auf der Welt dieses grausame Schicksal. Doch in den letzten Jahren tut sich endlich etwas.  Und das ist Nehbergs Organisation Target (Ziel) zu verdanken. Dank Nehbergs anhaltenden Bemühungen wird die Frauenverstümmelung im Großteil der islamischen Welt inzwischen als Sünde angesehen. So gelang es  Target im November 2006 eine Konferenz zu diesem Tabuthema in der Azhar- Universität in Kairo zu initiieren, unter der Schirmherrschaft des Großmufti von Ägypten. Die muslimischen Gelehrten beschlossen, dass die Genitalverstümmelung fortan als Verbrechen geahndet werden soll, das gegen den Koran verstoße. Der Beschluss hat den Rang einer Fatwa, einer Art Grundsatzurteil, das für Muslime richtungsweisend ist. Für seine herausragenden Verdienste im Kampf gegen diese Haram (Sünde) wurde Rüdiger Nehberg 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Nehbergs Botschaft an alle Muslime

 

Nehberg gelang es diese 5.000 Jahre andauernde Barbarei mit beeindruckenden, aber nicht überlastenden Bildern so rüberzubringen, dass viele Besucher noch lange nach dem Vortrag mit einem Gänsehautfeeling ausgestattet waren. Standing Ovations waren Nehbergs Lohn eines begeisterten Publikums. 

 

2. Vorsitzender Herbert Laubscher vom veranstaltenden FC „Wacker“ Weidenthal war bei seiner Dankabstattung an diesen großartigen Menschen Rüdiger Nehberg sichtlich um Worte bemüht. Sein abschließender Spendenappell zu Gunsten von Nehbergs Organisation Target fand denn auch einen guten Zuspruch.

 

 
2. Vorsitzender, Herbert Laubscher verabschiedet Rüdiger Nehberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rüdiger Nehberg kommt nach Weidenthal

Lichtbildervortrag von Deutschlands bekanntestem Abenteurer
am Freitag, 25. September 2009, um 20.00 Uhr in der Weidenthaler Sporthalle

Abenteuer Urwald
Der Vortrag

90 Minuten Infotainment nach Nehberg-Art

Regenwald. Für die einen der reinste Horror: Schwüle, Mücken, Schlangen - grüne Hölle. Für die anderen die Herausforderung: kein Meter ohne Überraschung, gefüllte Speisekammer, action pur – grünes Paradies. Rüdiger Nehbergs zweite Heimat.

Mit seinem Vortrag nimmt er den Zuschauer an die Hand und lässt ihn teilhaben an seinen Erlebnissen. Wie er damals, 1982, allein, nur mit einer Badehose, Sandalen, Minimal-Ausrüstung und – einer Mundharmonika aufbricht zu den Yanomami -Indianern in Nordbrasilien.

„Es ist das letzte große und noch ursprünglich lebende Indianervolk Südamerikas. Deshalb ist es unter Schutz gestellt“, behauptet Brasilien, „niemand darf dorthin.“

„Das stimmt nicht. Tausende von Goldsuchern sind in das Land eingedrungen und machen alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt“, sagen brasilianische Menschenrechtler.

Dieser Widerspruch wird zum Auslöser für Nehbergs Reise. Er ahnt nicht, dass sie sein Leben von Grund auf verändern wird. Er wird Augenzeuge einer gigantischen Invasion. 65.000 bewaffnete Goldsucher stehen 20.000 Indianern gegenüber. Bürgerkrieg im Regenwald. Mit beispiellosen Aktionen versucht er, Hilfe zu organisieren. Aus dem Abenteurer wird der Aktivist für Menschenrechte. Sein Wissen um Survival, seine Freude am Risiko und überschäumende Fantasie kommen ihm dabei zu Hilfe. Ob als Goldsucher oder Malariahelfer, ob mit Gesprächen bei Papst oder Weltbank oder mit mehrmaligen Atlantiküberquerungen auf aberwitzigen Fahrzeugen, entsprechenden Trainings bei der Bundeswehr, Büchern und Filmen trägt er wesentlich dazu bei, dass die Yanomami Ende des letzten Jahrtausends, nach 18 Jahren Engagement, einen akzeptablen Frieden erhalten.

Zum 68. Geburtstag gönnt er sich noch einmal ein „Nehberg- Special“. Nach einem Training bei den Waiapí- Indianern in Nordbrasilien lässt er sich von einem Hubschrauber ohne jegliche Ausrüstung im brasilianischen Regenwald aussetzen und sucht sich den Heimweg nach Ureinwohner-Art. Eine Anregung für Zuschauer, die noch immer Tipps für einen unvergesslichen Urlaub suchen.

Zwei Urwaldgeschichten also. Die dritte Geschichte spielt im Dschungel der Zivilisation, dem Mix aus Politik, Religion und Tradition. Es ist sein Kampf gegen das Verbrechen der Weiblichen Genitalverstümmelung, gemeinsam mit seiner Partnerin Annette. Nicht nach konventioneller Art à la Politik, sondern in Nehberg- typischer Manier: gegen den Strom und wider jeglichen Zeitgeist, nämlich mit dem Islam als Partner. Und inzwischen mit sensationellem Erfolg.

Im Jahr 2000 gründet Nehberg die Menschenrechtsorganisation TARGET (Ziel). Inzwischen verurteilen führende islamische Großmuftis und Rechtsgelehrte die genitale Verstümmelung von Mädchen als Teufelswerk. Ein Verdienst Nehbergs und seiner Organisation. Die Beschneidungen werden verboten, da sie gegen Ethik des Islam gerichtet sind.

Für sein Engagement für bedrohte Völker und für die Völkerverständigung, insbesondere mit dem Islam, wurde Rüdiger Nehberg 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 2006 erhielt er den Hamburger Bürgerpreis und am 21.8.2008 für seinen Einsatz gegen die Verstümmelung der weiblichen Genitalien das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Das Volk der Afar (Äthiopien) ernennen Annette Weber und Rüdiger Nehberg 2007 zu „Ehrenbürgern der Afar“.

Mit ausgefallen Aktionen wurde der Aktivist im Laufe seines abenteuerlichen Lebens in Deutschland und aller Welt bekannt.
Hier eine kleine Auswahl:

1951- 60  Jährliche Radtouren um die Welt.

1970- 75   Erstbefahrung Blauer Nil in Äthiopien

1977        Durchquerung der Danakil- Wüste in Äthiopien

1981        Deutschlandmarsch – 1.000 km ohne Nahrung von Hamburg nach Oberstdorf

1987        Per Tretboot über den Atlantik

1989         Als Goldsucher getarnt mitten im Indianergebiet Brasiliens

1992         Per Bambusfloß von Senegal über Brasilien, Karibik, zum Weißen Haus in Washington

1996         Australien-Wettmarsch „gegen“ einen Aborigine und einen Ultramarathon-Läufer

2000      „THE TREE“: auf einer massiven, 350 Jahre alten Schweizer Tanne in 43 Tagen von Mauretanien nach                Brasilien (4.000 km). Das „Boot“ kann heute im Technik-Museum in Speyer bewundert werden

2005      „Karawane der Hoffnung“ durch Mauretanien.

              19 TV-Filme und 22 Bücher wurden von oder mit Rüdiger Nehberg hergestellt. 

Und dieser Tage ganz aktuell: das „Goldene Buch“ von Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation TARGET ist gerade für anspruchsvolles Design mit dem „red dot“ ausgezeichnet worden, einem der begehrtesten Designerpreise weltweit. Das „Goldene Buch“ ist ein von Muslimen gern mit dem Koran verglichener kunstvoller Band mit religiösen und medizinischen Argumenten gegen das Ritual der Genitalverstümmelung. Gewürdigt wurde die herausragende Gestaltung des Buches, welches TARGET als Predigtgrundlage exklusiv und gratis an die Vorbeter der Moscheen verteilen lässt. Die Preisverleihung ist am 9. Dezember in Essen.

 Der Vortrag zeigt auf unterhaltsame Art, dass niemand zu gering ist, bahnbrechende Veränderungen zu bewirken. Vielleicht verändert sich nach dem Vortrag auch Ihr Leben. 


Der Eintrittspreis für diesen spannenden Unterhaltungsabend beträgt 10,00 €. Karten gibt es im Vorverkauf bei Tabak-Weiss in Neustadt, Radsport-Cyppel in Lambrecht, dem Outdoorausrüster DER RUCKSACK in Kaiserslautern und im Sportheim des FC „Wacker“ Weidenthal.

http://www.ruediger-nehberg.de/dia_zuschauer.html