Riesenstimmung bei Weidenthaler "Willi"-Nacht

9 Birnenbrände aus aller Welt getestet

Es war mal wieder so richtig was los im Weidenthaler Sportheim. Der FC "Wacker" hatte zur ersten "Willi"-Nacht geladen und Gäste aus Nah und Fern sorgten für ein prall gefülltes Haus. Alleine schon das Brennerei-Ambiente der Räumlichkeiten deutete auf das hin, was da einen langen Abend lang noch alles auf die Besucher zukommen sollte. 9 Birnenbrände, aus aller Welt, in der Mehrzahl "Williams Christ", wollten von 55 Tasting-Teilnehmern !!! verkostet werden.

Eine große Logistikleistung war gefordert, dass dieses Mammutprogramm reibungslos über die Bühne gehen konnte. Das alles wie am Schnürchen klappte, dafür sorgten die in solchen Sachen bestens bewährten Vorstandsmitglieder Heinz Binz, Ralph Rosenthal und Herbert Laubscher.

"Spatzen-Rossi" und "Gstanzl-Herbie" führten das begeisterte Publikum mit Wissen, Witz und Willis auf eine Reise um die Welt, wie man sie wohl noch selten erlebt hat. Top-Witze und ausgefallene Trinksprüche sorgten mit dafür, dass der Stimmungspegel weiter stieg.


"Spatzen-Rossi" und "Gstanzl-Herbie"

Als Begrüßung erhielten alle Gäste eine original "Birnen-Palinka" aus der ungarischen Puszta. Danach folgten mit höchsten Preisen dekorierte Edelbrände der Destillerien Royer aus dem elsässischen Frankreich, Noninio aus dem Friaul in Italien, ein Gelbmöstler Birnenbrand von Humbel aus dem Aargau in der Schweiz. Danach wieder "Williams" von Pfau aus Kärnten in Österreich, ein Okanagan-Spirit aus British Columbia in Kanada, ein Deinlein aus Neuseeland und ein Wilderer-Destillat aus Südafrika. Und zum krönenden Abschluss folgte dann mit dem Vallendar aus Kail an der Mosel noch ein weiterer Höhepunkt. Alles in Allem nur ausgewählte Birnenbrände, wie man sie fast nur in ausgesuchten Bars und Restaurants rund um den Globus finden kann.

Musikalisch bestens begleitet wurde dieses ausgefallene Tasting durch "K.u.K und die Pfälzer Musikanten". Die Musiker um Ralf Kretner und Michael Kobel fanden dabei mit bekannten Volksmusikweisen und aktuellen Top-Hits die richtige Mischung um Stimmung in die Bude zu bringen.


K.u.K und die Pfälzer Musikanten

Mit Spannung erwartet wurde dann das weitere musikalische Programm nach dem Ende der "Willi"-Proben. Und auch da hatten sich die Veranstalter einige besondere Highlights einfallen lassen. Der angekündigte Überraschungsgast entpuppte sich passend zum Motto des Abends ebenfalls als ein Willi. Willi Brausch, in der Pfalz und weit darüber hinaus bekannt als Mitglied der Schorlerockband "Grabowsky" und als einer der beiden "Dubbeglasbrieder" kam, sah und siegte. Im Nu war das Sportheim ein Tollhaus und die Fans von Willi waren nicht mehr zu bremsen. Eine "Willi"-Nacht in Weidenthal, da musste ich einfach dabei sein, so Willi Brausch zu dieser ausgefallenen Idee der "Wackeraner".


Willi Brausch

Was dann kam hatte man in Weidenthal so auch noch nicht gesehen. "Gstanzl-Herbie" (Herbert Laubscher) brachte als Pater Aloysius mit einem echt bayrischen Gstanzl weitere Stimmung in die Bude. Gstanzl sind in der Regel gereimte musikalische Verse als Mehrzeiler, die hauptsächlich in Bayern und Österreich Politiker und andere Obrigkeiten derb und heftig durch den Kakao ziehen. Aber auch die Kirche bleibt da selbst in stockkonservativen Landstrichen nicht verschont. Musikalisch begleitet wurde das Gstanzl durch "K.u.K. und die Pfälzer Musikanten" und die aufgeladene Gästeschar, welche die insgesamt 29 Refrains lautstark mit gestalteten.


"Pater Aloysius" alias Herbert Laubscher 

Wenn man nun meinte, eine weitere Steigerung sei nicht mehr möglich, der sah sich getäuscht. Schließlich war ja noch "Spatzen-Rossi" angekündigt, Weidenthals Antwort auf Norbert Rier von den Kastelruther Spatzen. Ralph Rosenthals Auftritt warf einmal mehr die Frage auf, wer ist eigentlich der bessere Norbert? Dass "Spatzen-Rossi" seinem großen Vorbild als Stimmungskanone in nichts nachsteht, das stellte er einmal mehr unter Beweis. Altbekannte Hits, wie "Noch größer als der Everest" oder "Herzschlag für Herzschlag", wechselten sich mit den allerneusten Produktionen der "Spatzen", wie "Herz gewinnt, Herz verliert" und "Einmal Himmel und zurück" ab. Das Sportheim erbebte in seinen Grundfesten.


 Willi und Ralph

Mit der "Willi-Nacht" hat der FC "Wacker" Weidenthal einmal mehr ein ausgefallenes und glanzvolles Event aufgezogen. Viele der begeisterten Gäste fanden erst sehr spät (oder früh) den Weg nach Hause. Und alle wollen wiederkommen, spätestens am 27. März 2010, denn dann steht die 2. "Schottische Nacht" an und auch da wird es wieder hoch her gehen.


Weidenthal, 30.3.2009

Herbert Laubscher

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