9. Knutfest in Weidenthal mit Guggemusik und Feuerwerk

Sonntag 09. 01. 2011 ab 13:30 Uhr

   5. Weltmeisterschaft
          Weihnachtsbaumwerfen
Schleuderwurf      

 5. Weltmeisterschaft
 Weihnachtsbaumwerfen
 Hochwurf

5. Weltmeisterschaft
Weihnachtsbaumwerfen
Weitwurf


9. Weidenthaler Knutfest - Das Original. Weihnachtsbaumverbrennung nach schwedischer Tradtition. Bekannt aus Funk und Fernsehen.
Mit dabei die Weihermer Schneckenschleimer Guggemusik, Kinderanimationen, Elchtombola.

5. Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaumwerfen-Dreikampf
(Weit- Schleuder- und Hochwurf).

Veranstalter: FC " Wacker" Weidenthal e.V.

**** Gasthaus Am Weiher ab 11:00 Uhr geöffnet ****

 Weihnachten, das hat immer wieder etwas Besonderes. Innehalten. Mit großen Augen vor dem hell erleuchteten Weihnachtsbaum sitzen. Das Abschmücken dagegen, jedes Jahr ein kleiner Horror. Da steht er dann. Allen Schmucks beraubt, lässt er auch die Nadeln fallen. Zeit ihn aus dem Haus zu werfen. Tagelang verharrt er dann auf dem Bürgersteig, so als würde er gerne noch einmal hereingebeten. Aber nein, keine Chance. Noch nicht einmal ein Hund erweist ihm die Ehre, sein Bein zu heben. Doch im Walddorf Weidenthal hat man sich da etwas einfallen lassen, so dass auch der Weihnachtsbaum sich auf ein würdiges Ende seines Daseins freuen kann. Das Knutfest. Die Leute vom FC Wacker haben sich vor sechs Jahren etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Idee der Weihnachtsbaumverbrennung, eigentlich ein traditionelles schwedisches Fest, wurde aus einer Laune heraus geboren. Als die Kicker der „Alten Herren“ im privaten Rahmen vor fünf Jahren ihre schon ziemlich nadellosen Bäume dem Feuer übergaben und dazu Glühwein tranken, da war sie plötzlich da… die Idee ! Ein Fest im Januar, das hatte noch gefehlt. Und die AH, alles andere als alte Herren, machte kurzum künftig ein öffentliches Fest, das nun am 09. Januar 2010 auch schon in die neunte Runde geht. Mehr als 1.000 Besucher waren beim letzten Knutfest dabei. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Bekannt geworden ist das Knutfest in Deutschland durch die Werbung des schwedischen Möbelriesen IKEA. Da werfen die Schweden am 13. Januar ihre Weihnachtsbäume aus dem Fenster und verbrennen sie bei einem lustigen Dorffest. Sie begehen damit das Ende der Weihnachtszeit und die Wiederkehr des Tageslichts. 

Auf den Heiligen Knut geht dem Namen nach die Tradition zurück. 1043 geboren, war Knut staats- und kirchenpolitisch eine kraftvolle und harte Herrschergestalt. Nach dem Tod seines Bruders wurde er 1074 König von Dänemark. Sein Ende war nicht so rühmlich, am 10. Juli 1086 wurde er erschlagen. Man sagt ihm nach, dass er zugunsten seiner politischen Ambitionen versuchte eine kirchentreue Haltung vorzuleben. Er gründete Kirchen und förderte allgemein den Kirchenbau, führte den Kirchenzehnten ein. Bereits 1101 wurde Knut heilig gesprochen.

Beim ersten offiziellen Weidenthaler Knutfest hatten die Veranstalter mit vielleicht 200 bis 300 Besuchern, vornehmlich aus dem Ort, gerechnet. Doch es kamen mehr und im Laufe der Jahre immer mehr. Auch dank des tollen Rahmenprogramms, das geboten wird.   

Zu Glühwein und Weihnachtsbaumverbrennen gesellten sich viele andere Ideen. Schwedenfackeln sorgen bei Einbruch der Dunkelheit in dem malerischen Tal für die richtige Stimmung. Zu Essen und Trinken gehören auch Kinderanimationen, eine Elch-Tombola und ein für dörfliche Verhältnisse tolles Abschlussfeuerwerk.   

Zur Erfolgsgeschichte trägt aber ganz besonders auch eine ganz besonders schräge Musik bei. Die „Weihermer Schneckenschleimer“ marschieren jedes Jahr in prächtigen bunten Kostümen auf den Festplatz und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Eine stark rhythmisch unterlegte Blasmusik ertönt. Die Melodien sind bekannte Gassenhauer, aber sie klingen ziemlich schräg. Die wilde mitreißende Musik versetzt die Zuschauer in Begeisterung. Jazzklassiker und die Dauerbrenner der Rock- und Popmusik gehören gleichermaßen zum Repertoire. Guggenmusik ist Bestandteil der schwäbisch-alemannischen und der Basler Fasnacht. Im Schweizerdeutsch steht der Begriff „Gugge“ für alle Arten von Blechblasinstrumenten. Ihr Ursprung hat die Musik wohl in dem Brauch, die Wintergeister mit dem Blasen von Kuhhörnern auszutreiben. Rasseln, Trommeln und Pfeifen gesellen sich dazu. Weihnachtsbaumverbrennen und Winteraustreiben, das passt doch zusammen, auch in Weidenthal.  

Und weil den Weidenthalern die Ideen nicht ausgehen, fand beim Knutfest  2007  erstmals auch eine Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaum-Werfen-Dreikampf statt. Weitwerfen ähnlich dem Speerwurf, Drehwurf in der Art des Hammerwerfens und Hochwurf über eine Stange. So etwas gab es tatsächlich noch nie. Jeder Besucher des Knutfestes kann auch bei der 5. Auflage 2011 an diesem spaßigen Wettbewerb teilnehmen und am Schluss als Weltmeister den Festplatz verlassen.
 
 
Nicht umsonst nennen die Weidenthaler ihr Knutfest auch „Das Original“. Die Idee wurde nach Bekannt werden schnell abgekupfert und hat sich nun auch andernorts eingebürgert. Wogegen aber die „Erfinder“ keinesfalls etwas haben, im Gegenteil. 

 

Weidenthal, den 21.12.2010 
  Herbert Laubscher
  2. Vorsitzender FC „Wacker“ Weidenthal e.V.
  Langeckerstraße 24
67475 Weidenthal
Tel.: 06325 181-181 dstl.
        06329 1095 privat

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