Abschiedsspiel beim Wacker vor großer Kulisse
-Michael Boor wechselt zur AH-

friends
"Fritz + Friends"

Tradition
 „Traditionself FC Wacker“

 

Fast sein ganzes Leben ist Michael Boor für den FC Wacker Weidenthal aufgelaufen. Nach dem Durchlaufen aller Jugendmannschaften spielte er 26 Jahre lang aktiv für seinen Verein. Trotz vieler Abwerbeversuche andere Vereine blieb der Ausnahme-Torjäger dem FCW treu. Eine Einstellung, die es heute im schnelllebigen Fussballgeschäft und selbst in den unteren Klassen, kaum noch bzw. gar nicht mehr gibt.

Aus diesem Grund veranstaltete der FC Wacker Weidenthal erstmals ein Abschiedsspiel für einen Aktiven. Der ehemalige Vorstand Heinz Binz würdigte noch einmal die Verdienste von „Fritz“ und übergab seiner Lebensgefährtin Sabine einen Blumenstrauß für die vielen Entbehrungen der Familie. Alle damaligen und heutigen „Wacker-Funktionäre“, sowie Ortsbürgermeister Groborz wurden auf dem Karl Heintz-Sportplatz gesichtet.

Zum Spiel der „Traditionself FC Wacker“ gegen „Fritz+Friends“ hatten sich im Vorfeld schon rd. 50 Spieler angemeldet. Vor allem die Traditionself mit den ehemaligen Meistern von 1989 und 1993 erfreuten die zahlreichen Zuschauer mit ihren immer noch vorhandenen Fähigkeiten. Zum Publikumsliebling avancierte dabei der immer noch rigoros grätschende Abwehrspieler Thomas Vogt. Beide damaligen Meistertrainer, Wolfgang Jeblick und Alfred Illig, zeigten sich von der Veranstaltung begeistert. Aufgrund einiger Konditionsmängel wurde häufiger gewechselt, dies wurde aber vorher mit dem erfahrenen Schirigespann Laub/Gandert und Neuling Nils Schwindinger abgesprochen. Erstmals kam auch in Weidenthal bei einem Freistoß die Sprühsahne zur Entfernungseinteilung zum Einsatz.

schiedsrichter
Schiedsrichtergespann Rüdiger Laub mit Gerhard Gandert und Nils Schwindinger
 führen die Mannschaften auf das Spielfeld


Die erste Hälfte verlief ausgeglichen, Torjäger Boor hatte zweimal die Chance zur Führung der Traditionself. Die von Trainer Frank Herzog gut eingestellte Mannschaft „Fritz+Friends“ konnte aber dagegenhalten. Ein scheinbar haltbarer Treffer führte dann doch noch vor der Halbzeit zum 1:0 für „Fritz+Friends“.

fritzwalter
Fritz Walter- Wetter muss nicht sein, das Motto der  "Wacker"- Damen

Die Spielertrainer Ralph Rosenthal und Björn Schöneberger versuchten mit gezielten Einwechslungen alles, um das Blatt noch zu drehen. Doch in diese Drangphase fiel das 2:0 für „Fritz+Friends“. Nach der Pause wechselte Michael Boor das Trikot und erzielte prompt noch zwei Tore. Nach dem 0:3 schien die Partie entschieden, doch Dauerläufer Andreas Binz verkürzte noch einmal auf 1:3 für die Traditionself. Das Endergebnis von 4:1 für „Fritz+Friends“ ging aber aufgrund der konditionellen Überlegenheit in Ordnung.

Kurz vor Schluss gab es bei der Auswechslung von Michael Boor noch einmal einen riesigen Applaus für den Torjäger und die weiblichen, einheitlich gekleideten Fans verabschiedeten sich einzeln von ihrem „Fritz“.

Bemerkenswert war auch, dass der ehemalige Torhüter der Meistermannschaft von 1993 Heinz Förster in seinem Originaltrikot von damals auflief, obwohl dies schon lange gerahmt in seiner Kellerbar hing.

Bei der anschließenden Abschiedsparty bedankte sich „Fritz“ bei seiner gesamten Familie, den Organisatoren und den zahlreichen Teilnehmern. Mit den Worten „ich werde immer dem Wacker verbunden bleiben“, schloss er seine ergreifende Dankesrede.

Zum Abschied erhielt Michael Boor noch zahlreiche Geschenke vom Verein und seinen Freunden, darunter ein Kuchen mit seinem Konterfei. Ein weiterer Höhepunkt war dann die Eintragung ins „Goldene Buch“ von Weidenthal, eine Anerkennung der Gemeinde, die nicht viele erhalten.

otto 
Michel Boor, Otto Baque und Frank Schwender

Die Live-Band „Jupp and Friend“, auch seit 23 Jahren schon ein Teil der Wacker- Familie , spielten einige Rockklassiker bis spät in die Nacht.